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Rat beschließt einstimmig: Vierte IGS in Volkmarode

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Nach heftiger Debatte hat sich der Rat gestern einstimmig dafür ausgesprochen, dass ab August eine IGS in Volkmarode eröffnet wird. Die Diskussion über Braunschweigs Schullandschaft wird allerdings weitergehen.
Um einen einstimmigen Entschluss zu fassen, benötigt man normalerweise weder heftige Debatten noch vier Stunden. Dass dies gestern im Rat anders war, dafür sorgte eine Vorlage aus dem Verwaltungsausschuss: Völlig überraschend tauchte darin der Antrag auf, die Verwaltung mit der Einrichtung einer fünften IGS zum Schuljahr 2010/2011 zu beauftragen.
Die FDP, so war in den Rathausfluren zu hören, habe im Verwaltungsausschuss der CDU die Gefolgschaft versagt. Was für eine Mehrheit für die Anträge der SPD und der Grünen gesorgt habe, die eine fünfte IGS im Heidberg wollen.

Die unerwartete Wendung wollte die Ratsopposition nutzen. Anfragen der CDU, ob die Opposition bei der Abstimmung auf zwei Stimmen verzichten werde, wurden abgelehnt. Und so musste CDU-Fraktionschef Wolfgang Sehrt trotz Kieferoperation mitstimmen und Carsten Müller eine Rede im Bundestag absagen.
Doch die Hoffnungen der Opposition waren trügerisch. Die Bibs sah in Sachen fünfter IGS "den Knoten geplatzt", die Grünen bedankten sich bereits bei den Lehrerkollegien der Haupt- und Realschulen für die geleistete Arbeit. Aber der Dank kam verfrüht.
Als SPD-Fraktionschef Manfred Pesditschek nach einer kurzen Debattenpause zu einer Generalabrechnung ansetzte und der Schulverwaltung "kein System, keine vorausschauende Planung - ein Trauerspiel" bescheinigte, war klar, dass es 2010 keine fünfte IGS geben wird.
Denn die FDP dachte nicht daran, die Opposition zu unterstützen. Fraktionschef Daniel Kressner machte eine Abstimmungspanne seiner Partei im Verwaltungsausschuss für die Irritationen verantwortlich. Weil auch Oberbürgermeister Gert Hoffmann nicht teilgenommen haben soll, erhielten die Anträge von SPD und Grüne dort die Mehrheit. Kressner: "Die 5. IGS wird kommen. Doch die Schulen brauchen erst einmal Ruhe." Für die CDU sagte Anke Kaphammel: "Unter den Hauptschulen hat der Heidberg die höchste Vermittlungsquote von Schulabgängern. Die Schule darf nicht geopfert werden." Stadtelternratsvorsitzende Regina de Rose war enttäuscht: "Stillstand bremst unsere Schulentwicklung."

Braunschweiger Zeitung, 30. Januar 2009
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