Weniger Unterricht bis zum Abi

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Landeselternrat: Druck für Schüler ist zu groß, der Stoff zu umfangreich

Die Kultusministerkonferenz soll ihre feste Vorgabe der Stunden, die bis zum Abitur angesetzt werden müssen, heruntersetzen. "Wir müssen auch die Inhalte des Unterrichts an die 12-jährige Schulzeit anpassen", sagt Mathias Kern. Ein Durchforsten der Lehrpläne hält der Vorsitzende des Landeselternrates für längst überfällig. Denn das in Niedersachsen eingeführte Abitur nach nur 12 statt 13 Schuljahren bringt Eltern auf die Barrikaden und Schüler in Dauerstress. "Der Druck ist zu groß, der Stoff zu umfangreich", sagt Kern. "Die jungen Leute sind ganz schön gestresst", räumt auch Kultusminister Bernd Busemann (CDU) ein. Niedersachsen wolle deshalb von der Vorgabe "265 Jahreswochenstunden bis zum Abitur" weg. Um auf diese Gesamtzahl zu kommen, müssen teilweise schon in niedrigen Klassen 34 Pflichtstunden pro Woche angesetzt werden.

"Es wird noch in diesem Jahr etwas passieren", versichert der Kultusminister. Die jetzigen Klassen 9, die als erste das verkürzte Abitur 2011 ablegen, sollen extra gefördert werden. Die Grünen-Landtagsabgeordnete Ina Korter warf Busemann Schönfärberei vor. "Die Landesregierung hat das Abitur nach Klasse 12 überstürzt eingeführt, jetzt werden die Probleme sichtbar", erklärte die Schulpolitikerin. "Die Schülerinnen und Schüler haben inklusive Hausaufgaben eine Last von über 40 Stunden pro Woche", kritisierte sie. Die Schulen müssten die ungelösten Probleme nun ausbaden.

Quelle:

Braunschweiger Zeitung, 23.01.2008, Michael Ahlers

http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2046/artid/7867978

   

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