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Heftiger Streit um vierte Braunschweiger IGS

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bz_logoInteresse an neuer Gesamtschule nimmt zu – Schulzentrum Heidberg im Gespräch -
Die Zahl der Gesamtschulplätze soll steigen. Eine Integrierte Gesamtschule (IGS) soll als Außenstelle einer bestehenden Gesamtschule eingerichtet werden. Diese Forderung stellte jetzt die Mehrheit des Schulausschusses an die Verwaltung. Die Kommunalpolitiker hoffen darauf, dass die niedersächsische Landesregierung im nächsten Jahr das Verbot von IGS-Neugründungen aufgeben wird. In diesem Falle könnte eine zunächst provisorische IGS-Außenstelle als eigenständige Schule geführt werden. Die Stadt soll einen Standort für die Außenstelle suchen, verlangen die SPD-Vertreter. Bevorzugt werde der Süden der Stadt, um das Angebot gleichmäßig zu verteilen. Im Gespräch als Standort für die vierte IGS ist das Schulzentrum Heidberg.
"Der Druck der Eltern für zusätzliche IGS-Plätze ist vorhanden", räumt der stellvertretende Schulausschuss-Vorsitzende, Karl Grziwa (CDU), ein. Gleichzeitig lehnt er eine IGS-Außenstelle an einem neuen Standort ab, die später als eigenständige Schule geführt werden könnte. Nach Meinung seiner Fraktion soll die Verwaltung prüfen, welche Möglichkeiten bestehen, die Zahl der Gesamtschulplätze zu steigern. Man könne sich durchaus eine Außenstelle in der Nähe einer bestehenden IGS vorstellen, fügt Grziwa hinzu. Allerdings: Sämtliche IGS-Leiter hätten sich in Befragungen dagegen gestellt.
Schulausschuss-Mitglied Manfred Pesditschek (SPD) weist auf die Vergangenheit hin: Viele der heute selbständigen Schulen seien einst Außenstellen gewesen. Als Beispiel nennt er das Gymnasium Ricarda-Huch-Schule, dessen Leiter er seit einigen Jahren ist. Das Schulzentrum Heidberg als Standort der vierten IGS wertet Pesditschek als "reizvoll". In die Gebäude der Haupt- und der Realschule könnte die IGS einziehen. "Eine IGS und ein Gymnasium als unmittelbare Nachbarn wäre wirklich spannend." Er wolle aber keine bestehende Schule in Frage stellen. Kritik kommt von Jutta Martens vom Aktionsbündnis 4. IGS: "Der Elternwille wird ignoriert. In Braunschweig gibt’s Bedarf für zwei neue Integrierte Gesamtschulen. Vor Beginn dieses Unterrichtsjahres wurden 328 Schüler abgewiesen."

Quelle: Braunschweiger Zeitung 22.11.2007 Dieter Schäfer



Tags: IGS  
 

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