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Jede Schule bleibt erhalten

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Dezernent rechnet mit drastischem Rückgang der Schülerzahlen

Immer weniger Mädchen und Jungen besuchen die knapp 100 Braunschweiger Schulen. Der seit Jahren erkennbare Trend setzt sich ungebremst fort, eine Änderung ist nicht mal ansatzweise in Sicht. Diese Einschätzung gibt jetzt der Fachbereich Schule und Sport.  Alarmierend ist die Entwicklung im Grundschulbereich: Zurzeit besuchen rund 7500 Kindern die 41 Grundschulen. In den kommenden Jahren geht's immer weiter bergab. Im Unterrichtsjahr 2010/11 drücken nur noch rund 7350 Kinder die Schulbank. Und im Schuljahr 2015/16 werden es nur noch etwas mehr als 6900 sein. Im Vergleich zur gegenwärtigen Schülerzahl ist das ein Rückgang um 623 Kinder. 

"Rechnerisch gesehen bedeutet das einen Verlust von sieben Klassen pro Schuljahr", räumt Schuldezernent Wolfgang Laczny ein, was etwa der Schülerzahl von zwei Grundschulen entspricht.
"Der Rückgang vollzieht sich aber schrittweise im gesamten Stadtgebiet. Der Rückgang fällt kaum auf", erläutert der Schuldezernent. Deshalb plane er nicht, Grundschulen aufzugeben. Trotz sinkender Schülerzahlen bleibe das Schulangebot unverändert. Sogar einzügige Grundschulen blieben erhalten.
Weiterhin düster sind die Prognosen für die sieben Braunschweiger Hauptschulen. Dieser Schultyp gerät immer offensichtlich mehr ins Abseits. Nur noch zehn Prozent aller Grundschuleltern wählen für ihre Sprösslinge einen Platz in der Hauptschule.
Hier werde bis zum Unterrichtsjahr 2915/16 ein weiterer dramatischer Verlust an Schüler erwartet - etwa ein Drittel. "Auffallend ist schon heute die schlechte Auslastung der Hauptschule", bedauert Laczny. Besonders deutlich erkennbar ist der Wandel in der Hauptschule Rothenburg: Zu Beginn des laufenden Schuljahres konnte hier keine 5. Klasse eröffnet werden.
Dennoch: Auch im Hauptschulbereich werde keine Schule geschlossen. In der Stadtverwaltung ist man sogar optimistisch. Das Land hat mehrere Maßnahmen zur Stärkung der Hauptschule versprochen. Darüber hinaus verspricht man sich einen Wandel durch die Ausweitung des Ganztagsangebots.
Ein leichter Rückgang der Schülerzahlen sei im Bereich der sieben Realschulen zu erwarten, sagt Wolfgang Laczny. Vom übernächsten Unterrichtsjahr an werde es hier 18Klassen pro Schülerjahrgang geben, zurzeit seien es noch 21. Das Platzangebot der Realschulen entsprächen dem Bedarf.
Rosig sieht Laczny dagegen die Zukunft der Gymnasien. Die neun Schulen platzten schon jetzt aus allen Nähten. Jedes Gymnasium hat eine Außenstelle, in der die Fünft- und Sechstklässler unterrichtet werden.
Und der Trend hält an. Der Gipfel des Schülerbergs werde im Schuljahr 1011/12 erreicht, prognostiziert der Dezernent. Die Schulen stießen dann die Grenze ihrer Raumkapazität. "Einige Schulen werden die Grenze überschreiten."
 Quelle: Braunschweiger Zeitung, 14. Mai 2007, Dieter Schäfer

 

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