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Gesamtschulen mussten 2000 Anmeldungen ablehnen

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Gesamtschulverband sieht Ministeräußerungen widerlegt 
zwd Hannover (bum).
An niedersächsischen integrierten Gesamtschulen (IGS) fehlen rund 2000 Plätze, geht aus einer Statistik hervor, die der niedersächsische Landesverband des Gesamtschulverbandes (GGG) im September 2006 erhoben und jetzt bekannt gegeben hat.
Danach ist der Zulauf zur IGS konstant hoch. Für die rund 3980 Plätze gab es 5880 Anmeldungen. In der Integrierten Gesamtschule werden Schülerinnen und Schüler des 5. bis 13. Schuljahrganges unterrichtet, sie ist in der Regel eine Ganztagsschule.

Auch die Kooperativen Gesamtschulen (KGS) seien gut ausgelastet, meldet der Landesverband. Kooperative Gesamtschule gibt es in Niedersachsen gleich zweifach. In der nach Hauptschule, Realschule, Gymnasium, gegliederten KGS werden Schülerinnen und Schüler des 5. bis 12., in der nach Schuljahrgängen gegliederten Kooperativen Gesamtschule bis zum 13. Schuljahrgang, unterrichtet.

Die meisten GesamtschülerInnen haben eine Realschulempfehlung
Beim Übergang von der Grund- auf eine weiterführende Schule kommen rund 44 Prozent und somit die meisten Schülerinnen und Schüler mit Realschulempfehlungen an die Gesamtschulen, zeigt die Statistik. Der Anteil der Gymnasialempfohlenen liegt bei 22 Prozent (IGS) und 34 Prozent (KGS) und der Anteil der Hauptschulempfohlenen deutlich unter 40 Prozent (33 Prozent IGS, 22 Prozent KGS).

GGG sieht Ministeräußerungen widerlegt
Der GGG sieht damit Äußerungen von Kultusminister Bernd Busemann (CDU) widerlegt, der im September 2006 prophezeit hatte, Gesamtschulen würden sich zu Hauptschulen entwickeln, da dort überwiegend HauptschülerInnen angemeldet würden. „Diese Trendaussage kann nun eindeutig widerlegt werden“, erklärte Susanne Pavlidis, sie vertritt Niedersachsen im Hauptausschuss des Bundesverbandes.

SPD fordert Gesamtschulverbot aufzuheben
Die Statistik des Gesamtschulverbandes unterstützt auch eine Forderung der SPD-Landtagsfraktion nach einer Aufhebung des Verbots, Gesamtschulen zu errichten, den die Fraktion Anfang Oktober in den Landtag eingebracht hatte (Drs. 15-3201). Die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Ingrid Eckel, hatte damals angemerkt, dass durchschnittlich jede vierte HauptschülerInnen die Schule ohne Abschluss verlasse, während die Abbrecherquote an Gesamtschulen eins zu acht sei. Daran ändere auch eine spezielle Hauptschulförderung durch die Landesregierung nichts. Noch immer gingen die Anmeldezahlen dort rapide zurück, während die Integrierten Gesamtschulen rund ein Drittel aller Anmeldungen nicht berücksichtigen konnten.

Der SPD-Antrag wurde mit den Stimmen der CDU/FDP-Mehrheit abgelehnt.
Die detaillierten Ergebnisse können beim niedersächsischen Landesverband, Aldenburger Straße 11 , 26389 Wilhelmshaven, Tel.: 0 44 21-81 78 9, Fax: 0 44 21-81 71 6, abgerufen werden. Eine Homepage des Landesverbandes gibt es nicht.

Quelle:
ZWD Zweiwochendienst Bildung & Politik Online, 12.01.2007
http://www.zwd.info/index.php?cat=5&id=102100001&id=5919&content_id=74



Tags: IGS  KGS  
 

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