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Schüler sollen Chance erhalten, Liebe zur Musik zu entdecken

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logo_braunschweig.gifSchüler sollen Chance erhalten, Liebe zur Musik zu entdecken. Städtische Musikschule startet musik-sozialpädagogisches Projekt an drei Grundschulen.
In Kooperation mit drei Braunschweiger allgemein bildenden Grundschulen startet die Städtische Musikschule im kommenden Schuljahr ein auf zwei Jahre angelegtes Projekt „Musikschule für alle". Dafür hat das niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur jetzt Fördermittel von 21.800 Euro bewilligt. Die Musikschule will damit erreichen, dass aus neun ersten Klassen von drei Grundschulen jedes Kind unabhängig von Familieneinkommen, sozialer oder ethnischer Herkunft ihren Unterricht kennenlernt.

Ausgewählt wurden die Grundschulen Ilmenaustraße, Isoldestraße und Bebelhof weil sie - so will es die Konzeption des Projektes - möglichst viele Kinder mit Migrationshintergrund und aus einkommensschwachen Familien zu ihren Schülern zählen. „Wir wollen die integrative Kraft der Musik nutzen, damit die Grundschüler lernen, sich in einer Gruppe als Team zu verstehen und buchstäblich durch Zusammenspiel zu einem Erfolgserlebnis zu kommen. Dieses Projekt soll bei Kindern einen kulturellen Hintergrund schaffen, der in ihren Familien nicht vorhanden ist, und auch zu ihrer Persönlichkeitsbildung beitragen", strich Kulturdezernent Wolfgang Laczny heraus.
Dank des Landeszuschusses kann die Teilnehmergebühr im ersten Jahr mit monatlich 2 Euro pro Kind so gering gehalten werden, dass mit einer nahezu vollzähligen Teilnahme der Klassen zu rechnen ist. Im zweiten Jahr, das den Kindern angeboten wird, bei denen der Funke der Musik übergesprungen ist, liegt der Elternanteil bei 7 Euro.
„Bei vielen Kindern geht es überhaupt erst einmal darum, dass sie eine Chance erhalten, ihre Liebe zur Musik zu entdecken und Anregungen fürs Leben zu finden", ergänzte Dr. Hans Krauss, Leiter der städtischen Musikschule. „Die Erfahrung mit dem Projekt ‚Klasse - wir singen' hat gezeigt, dass Musik viele Kinder begeistern kann." Das neue Projekt knüpfe an das erfolgreiche Chorfest an und setze sich das musik-sozialpädagogische Bildungsziel, möglichst vielen Kindern eine kontinuierliche musikalische Entwicklung zu ermöglichen. Wegen seiner sozialen Bedeutung plant die städtische Musikschule daher, das Projekt durch Wissenschaftler der Technischen Universität Braunschweig begleiten zu lassen. „Die Wirkung dieser musikalischen Förderung auf jede einzelne Schülerbiografie, auf soziale Kompetenz, Konzentrationsfähigkeit, Ausdauer, Zuverlässigkeit und Intelligenz zu untersuchen, ist ein spannendes Forschungsfeld, deren Ergebnisse wiederum Einfluss auf weitere Planungen nehmen könnten", sagte Krauss. „Musikschule für alle" bedeutet für die Kinder, dass sie sich zwei Jahre intensiv mit Musik in unterschiedlichen Formen beschäftigen. Im ersten Schuljahr werden musikalische Basisfertigkeiten - Rhythmus, Takt, Intervalle, Noten, Motive, Themen, Form und Gestalt - mit Körperbewegung und Stimme im Rahmen einer Wochenstunde innerhalb des Stundenplans geschult. Eine besondere Qualität erlangt der Unterricht mit einer kompletten Klasse dabei durch das Modell des Tandem-Lehrens: Eine Lehrkraft der allgemein bildenden Schule teilt sich den Unterricht mit einer Lehrkraft der Städtischen Musikschule. Im zweiten Jahr schließt sich eine „instrumentale Begegnung" mit einem Musikinstrument an, die auch am Nachmittag in Kleingruppen stattfinden kann und ausschließlich von einer Musikschullehrkraft getragen wird. Dafür will die Musikschule Leihinstrumente anschaffen, die je Klassensatz rund 9.000 Euro kosten. Dafür hat die Musikschule begründete Hoffnung auf Hilfe von Braunschweiger Stiftungen. Gern würde Musikschulleiter Krauss diese musikpädagogische Arbeit Schritt für Schritt auf weitere Grundschulen ausweiten. Dafür werden noch Sponsoren gesucht.

 

Quelle; Stadt Braunschweig - Pressestelle
Internet: http://www.braunschweig.de - Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

 


 

 



 

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