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Grundschule ohne Druck

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Der Stadtelternrat Oldenburg startet eine landesweite Initiative.

Wir fordern für alle Kinder in Niedersachsen eine humane, gerechte Schule ohne Druck. Individuelle Förderung statt Angst.

Jedes Kind ist wertvoll und verdient unsere ganze Aufmerksamkeit.

Mit der Abschaffung der Orientierungsstufe in Niedersachsen wurde der Druck auf unsere Kinder nicht beseitigt, sondern auf die kleinen Kinder in die Grundschule verlagert. Ein großer Teil der Kinder macht so schlechte Erfahrungen mit der Schule und dem Lernen. Die Folgen am Ende der Schulzeit sind dramatisch für die ganze Gesellschaft. Dieses Schulwesen erzieht Kinder schon in der Grundschule zur Konkurrenz.

Kinder können den Druck nicht verstehen, werden auffällig und reagieren immer öfter mit Verweigerung und psychosomatischen Krankheiten.

Eltern sind verzweifelt und versuchen alles um ihren Kindern alle Möglichkeiten offen zu halten. Nicht nur verständlich, es ist sogar ihre Pflicht. Lehrer sind verzweifelt, weil sie an die kleinen Kinder Lebensperspektiven verteilen müssen und  fordern mit ihrem Grundschulverband, dass Kinder länger gemeinsam lernen sollen. 

Laut Iglu-Studie ist jede zweite Schulempfehlung falsch.

Dieses Schulsystem produziert Verlierer und verstärkt unterschiedliche Voraussetzungen statt diesen zu begegnen. Entweder die Kinder können folgen oder sie haben verloren. Mit dem heuchlerischen Argument, sie hätten ihre Chancen in späteren Jahren, wird ihnen die Abschiebung schmackhaft gemacht werden.

„Ein Kind aus einer Facharbeiterfamilie hat im Vergleich zu dem Kind eines Akademikerpaares nur ein Viertel der Chancen, aufs Gymnasium zu kommen. Die Ursachen dafür mögen vielschichtig sein; der Befund ist beschämend“ sagte der Bundespräsident in seiner Berliner Rede.

Statt dies zu ändern, setzen verantwortliche Politiker in Niedersachsen auf Durchhalten.

Wir wissen: Nur eine humane und gerechte Schule ist für die Demokratie eine erfolgreiche Schule.Auf die Bedürfnisse der Kinder muss eingegangen werden. Wissenschaftliche Erkenntnisse und internationale Erfahrungen müssen in die Schulreformen einfließen.

“ Christina, Schülerin (17) schrieb uns zur „Initiative Grundschule ohne Druck“: 
„Ich habe eine kleine Schwester sie ist jetzt in der 4 Klasse und der Druck bei den Kindern ist unglaublich hoch. Ich habe auch grad gestern mit meiner Mutter drüber gesprochen, wie blöd das ist. Die Kinder haben jetzt schon keinen Spaß mehr an der Schule. Die Benotung ist so hart, dass die Misserfolge riesig sind. Bei meiner Schwester in der Klasse liegt der Schnitt bei den Arbeiten zwischen 3 und 4 und sie sind nicht eine besonders schlechte Klasse. Aber die Unterschiede der einzelnen Grundschulen sind auch noch mal riesig. Ich habe auch noch eine Stiefschwester gleichen Alters, die in der Nähe von Hannover zur Schule geht. Bei ihr sind die Noten komplett anders. Bei gleicher Punktzahl ist da ein Notenunterschied von ein bis zwei Noten und die Tests sind leichter. Solche Misserfolge schon in der Grundschule zu haben ist schlecht. Den Kindern sollte nicht so früh die Lust am Lernen genommen werden.“ 

Der Stadtelternrat Oldenburg will eigene Vorstellungen darüber, wie Schulen in Zukunft aussehen sollen, erarbeiten.

Der Stadtelternrat bittet Elternvertretungen und andere mit Schule befasste Organisationen, um Unterstützung des Anliegens: Grundschule ohne Druck. Der Stadtelternrat Oldenburg ist per Mail erreichbar unter: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Mit freundlichen Grüßen
Für den Stadtelternrat

Bernd Siegel

Beschluss des Stadtelternrates Oldenburg am 21. März 2007 bei 1 Gegenstimme  



Tags: Grundschule  
 

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