Braunschweig. Sehr erfreut hat sich Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann über die Nachricht vom Innenministerium gezeigt, dass das Land der Stadt eine solide Haushaltsführung bescheinigt und keine Bedenken gegen den Haushalt 2011 hat. Damit ist nun der Weg frei für eine Vielzahl von Verbesserungen im Bereich der Kinderbetreuung. Wie sich die rund 4,5 Millionen Euro, die die Stadt in diesem Jahr dafür mehr ausgeben werde als im Vorjahr - insgesamt sind es für die Kinderbetreuung 58,2 Millionen Euro-, auf das Angebot in den einzelnen Einrichtungen verteilen solle, dazu habe die Verwaltung den Ratsgremien einen Vorschlag unterbreitet.
„Noch nie haben wir so viel für Kinder und Jugendliche ausgegeben, und das wirkt sich in der ganzen Stadt auf die Platzzahlen deutlich aus", sagte der OB. 400 neue Plätze in der Schulkindbetreuung sind geplant, 262 im Krippenbereich. Die Versorgungsquote steige im Schulkindbereich von 29 auf 34 Prozent, die bei den Unter-Dreijährigen von 27 auf 32 Prozent. Für Investitionen in den Krippenbereich sind rund 530.000 Euro, für den Schulkindbereich rund eine Million eingeplant. Bemerkenswert sei etwa, dass im Westlichen Ringgebiet auf einen Schlag im Sommer 90 neue Krippenplätze entstünden, in der Nordstadt seien es 45, sagte der OB. „Das ist eine gewaltige Steigerung, die für die Eltern in diesem Stadtteilen eine große Entlastung bedeutet."
„Bei der Schulkindbetreuung kommen wir tatsächlich allen Anträgen auf neue Gruppen nach, die von den Trägern gestellt wurden. Das hat es so überhaupt noch nicht gegeben." Angestrebt werde eine Quote von 40 Prozent bis 2013/2014.
Auch bei den Kindergärten, wo bereits eine Versorgungsquote von annähernd 100 Prozent besteht, könnten alle Wünsche auf Ausdehnung von Betreuungszeiten über das gesetzlich vorgeschriebene Maß von vier Stunden hinaus erfüllt werden. Stimmt der Rat den Vorschlägen der Verwaltung zu, würde in 86 Prozent der Kindergartengruppen eine Betreuung von fünf Stunden und mehr erfolgen. Dafür sind Ausgaben von 340.000 Euro eingeplant. Dazu kommen Mittel für die Sanierung von Kitas in Höhe von 300.000 Euro.
Besonders hervorzuheben seien 40 neue Schulkindbetreuungsplätze in der Grundschule Volkmarode. Dort würden insgesamt 450.000 Euro investiert, um Räume für die neuen Gruppen herzurichten. Das hatte der OB auch schon in seiner Bürgersprechstunde in Aussicht gestellt. Eine große Investition ist mit 500.000 Euro auch für die neue Kita Lamme-Ost geplant, wo 2012 zwei neue Kindergarten- und eine Krippengruppe den Betrieb aufnehmen werden.
Investiert wird zudem in die Einrichtung zwei neuer Offener Ganztagsgrundschulen, Schwarzer Berg und Pestalozzischule, die 2012 in Betrieb gehen sollen.
Hervorzuheben seien in diesem Zusammenhang auch Investitionen für Sanierungen von Jugendzentren in Stöckheim und Querum in Höhe von insgesamt 100.000 Euro. „Auch die Arbeit der Jugendzentren ist natürlich eine wichtige Form der Betreuung von Kindern und Jugendlichen", so der OB. Und im weitesten Sinne fielen darunter auch die Hilfen zur Erziehung. „Wegen gestiegener Fallzahlen satteln wir auch hier deutlich drauf: 800.000 Euro mehr als im letzten Jahr", so der OB.
„Wie ich immer gesagt habe: Der Ausbau der Kinderbetreuung hat oberste Priorität. Jetzt bei besserer Haushaltslage können wir noch nachlegen. Für 2012 wird das noch einmal kräftig gesteigert", erklärte Dr. Hoffmann abschließend.
s. Anlage
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