Informationen für Schüler, Eltern und Lehrer
Braunschweig. Schüler, Eltern und Lehrer können ab sofort auf ein Informations- und Unterstützungsmedium zugreifen, das von Grund auf neu gestaltet wurde: den Braunschweiger Bildungsserver. Unter der Internetadresse http://www.mzbs.de stellt die Stadt ein reichhaltiges Angebot zur Verfügung.
Der Bildungsserver ist in zwei Portale gegliedert. Das „Schulportal Braunschweig" informiert allgemein über die Bildungslandschaft in Braunschweig und führt zu den Internetauftritten der einzelnen Schulen. Informationen zu den Fremdsprachenangeboten der Schulen, zur Schülerbeförderung und rund um das Thema Einschulung einschließlich der zuständigen Grundschulen sind dabei nur einige Bestandteile.
Im zweiten Portal „Medienzentrum“ erhalten Schulen Informationen und Beratung zum Thema Medieneinsatz und Umgang mit Medien. Der Medienverleih im Medienzentrum kann hier direkt angesteuert werden. Lehrerinnen und Lehrer können von zu Hause aus den Medieneinsatz für ihren Unterricht vorbereiten. Für einen zunächst kleinen Teil der Medien kann künftig der Verleih sogar „on demand“ erfolgen. Das heißt, registrierte Kundinnen und Kunden können Medien über das Internet entleihen.
Einen besonders großen Raum nimmt die Unterstützung von Schulen und Lehrkräften beim Einsatz der Multimediatechnik im Unterricht ein. Die Rubrik „Hilfe für Netzwerk/PC“ stellt Angebote zur Selbsthilfe, bei Bedarf aber auch den Zugang zu einer Firmenunterstützung über ein elektronisches System bereit. Die Angebote des „Supportservers IServ“ mit Foren und direkten Kontakten zu Fachleuten und anderen Anwendern schaffen eine Kommunikationsplattform, die für Lehrerinnen und Lehrer nahezu unbegrenzte Informationsmöglichkeiten zur Arbeit mit Multimediatechnik realisiert.
Daneben kann geeignete freie Software für den Unterrichtseinsatz heruntergeladen werden. Diese Software wird durch die medienpädagogischen Berater des Medienzent-rums in Zusammenarbeit mit Lehrkräften in der Praxis getestet. In Softwareforen werden die aktuellen Erfahrungen zu dieser Software und kostenpflichtigen Programmen unter Lehrkräften diskutiert und bewertet. In diesem Beratungssystem haben sich zahlreiche Lehrkräfte dankenswerter Weise weit über ihre schulische Arbeit hinaus engagiert. Die Ange-bote sind somit „aus der Praxis für die Praxis“ entstanden.
Mit der Bereitstellung von rund 10 Millionen Euro in den nächsten Jahren im städtischen Haushalt zur Verbesserung der technischen Ausstattung für den Unterricht mit Multimediatechnik und den daraus resultierenden Beschaffungen wird der Bedarf nach Beratung und Unterstützung für Schulen und Lehrkräfte zunehmen. Der Bildungsserver soll künftig ein wichtiges Instrument in diesem Bereich sein. „Damit wollen wir unter anderem versuchen, die fehlenden Beratungsressourcen durch Lehrer am Medienzentrum zumindest teilweise abzufangen“, erklärte Schuldezernent Wolfgang Laczny im Schulausschuss. Das Land wird dann die Stunden für Lehrer als medienpädagogische Berater am Medien-zentrum fast halbieren.
Bei der Anbindung des Bildungsservers ans Internet kooperiert die Stadt mit der Technischen Universität Braun-schweig. Über die Hochschule kann das Medienzentrum an das Deutsche Forschungsnetz angeschlossen werden, welches bundesweit Breitbandleitungen für wissenschaftliche Einrichtungen bereitstellt. Der kostenlose Service kommt auch einigen innerstädtischen Gymnasien und berufsbildenden Schulen zugute. „Die Leitung ist heute bis zu 100 mal, in den nächsten Wochen sogar 1000 mal schneller als ein gewöhnlicher DSL-Anschluss“, erläutert Helmut Woehlbier vom Rechenzentrum der TU, der seit über zehn Jahren Schulen der Stadt bei ihren Internet-Aktivitäten unterstützt. TU und Stadt Braunschweig betrachten diese Zusammenarbeit als ein Stück des Engagements im Rahmen der Aktivitäten zur Stadt der Wissenschaft 2007.




